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Konfirmandenunterricht in unseren Gemeinden
Seit acht Jahren hat sich in unseren Gemeinden einiges in der Vorbereitung zur Konfirmation geändert. Nicht nur der Termin der Konfirmation selbst, der von vor Ostern auf die Zeit nach Ostern verlegt wurde, nicht nur die Dauer – jetzt sind es etwa 11 Monate, nicht nur der Tag des Unterrichts – jetzt am Samstag und nicht am Nachmittag des Mittwochs, sondern besonders das “Wie” der Vorbereitung Das will ich hier kurz vorstellen:
a) Grundsätzliches Jugendliche sollen das Christentum als lebendige Kraft und Hilfe für ihr eigenes Leben kennen lernen. Dazu sind zwei konkrete Schritte notwendig: Zum einen ist das die bewusste Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben: Was trägt und hält uns selbst? An welchen Punkten erfahren wir Gott so, dass wir glaubwürdig von ihm erzählen können; wo können wir ihn in unserem Leben erfahren und kennen lernen? Welche biblischen Texte sind für uns lebenswichtig, dass wir uns an ihnen orientieren möchten? Es geht darum, dass wir selbst den Glauben erfahren und über ihn nachdenken. Das geht selbstverständlich nicht, wenn der Unterricht zu einem Monolog des/der Unterrichtenden ausartet, sonst wird alles nur eine Zumutung für die Jugendlichen. Deswegen ist es wichtig, Beziehungen zwischen den Jugendlichen und den Unterrichtenden aufzubauen.
b) Wie? Da es also nicht in erster Linie um Wissensvermittlung geht, sondern um die Begegnung mit dem Glauben und wie dieser in einer Gemeinschaft und in der gegenwärtigen Gesellschaft geschieht, verwenden wir verschiedene Formen, damit die Jugendlichen mit dem Christsein in Berührung kommen, also es persönlich und in der Gemeinschaft erfahren können. Das sind u.a.: * Block-Unterricht (vierzehntägig an den Samstagen über drei bis vier Stunden) * Praktikum * Freizeiten (Zeltfreizeit im Bezirk, Begegnung mit Konfirmanden aus anderen Gemeinden); dazu ein Wochenende in einem Haus der Landeskirche zu einem wichtigen Thema, das dann auch beim Konfirmandengespräch eine Rolle spielt.
c) Mitarbeiter Die Konfirmation steht in der Verantwortung der Gemeinde. Daher wird die Konfirmandenzeit durch ein Team gestaltet, in dem mehrere Gemeindeglieder, unter ihnen ehemalige KonfirmandenInnen, und der Pfarrer zusammenarbeiten.
d) Das Unterrichtsmaterial (Bibel, Hefter, Kopien) wird zur Verfügung gestellt. Wir bitten dafür um einen Unkostenbeitrag in Höhe von 5 €, der in einer der ersten Unterrichtsstunden eingesammelt wird.
e) Das Praktikum ist Lernen durch Tun mit Ernstcharakter. Es ist viel wirksamer als üblicher Unterricht, Es geht vor allem darum, dass die Jugendlichen etwas von dem praktischen Leben der Gemeinde und Kirche mitbekommen und damit auch Anstöße erhalten, was es heißt, (Mit-)Verantwortung zu übernehmen. Gegen Ende der Konfirmandenzeit werden die Erfahrungen sich gegenseitig vorgestellt.
f) Als Ziele kann ich also formulieren: * Kinder und Jugendliche lernen wesentliche Inhalte der biblischen Botschaft verstehen und auf ihr Leben beziehen. * Kinder und Jugendliche werden auf dem Weg des christlichen Glaubens begleitet und zu eigenen Ausdrucksformen des Glaubens ermutigt. * Kinder und Jugendliche erfahren und erleben, dass sie als Gemeindeglieder willkommen und anerkannt sind. *Kinder und Jugendliche entwickeln einen eigenen Glaubens-Standpunkt und lernen Verantwortung in ihren Lebenswelten wahrzunehmen.
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